6 typische Fragen zum Verkauf von Altgold
Altgold verkaufen: was als Altgold gilt, wie man Gewicht und Feingehalt einschätzt, wo man verkaufen kann und welche Abzüge beim Ankauf üblich sind.

Der Verkauf von Gold kann auf den ersten Blick unübersichtlich wirken. Hier sind die wichtigsten Fragen, die sich viele Menschen typischerweise stellen, wenn sie Altgold verkaufen möchten, und was dahintersteckt.
1. Was ist Altgold überhaupt?
Sie haben bestimmt schon einmal von Altgold gehört, sei es eine alte Kette, die nicht mehr gefällt, ein Ring vom Urgroßvater oder sogar Zahngold. Aber was genau fällt eigentlich unter diese Bezeichnung, und woher wissen Sie, was Sie da eigentlich verkaufen?
1.1. Formen des Altgolds
Altgold ist im Grunde jedes Goldobjekt, das nicht mehr im Originalzustand oder für seinen ursprünglichen Zweck genutzt wird. Das kann ganz unterschiedlich aussehen.
1.1.1. Schmuck
Der Klassiker schlechthin. Alle Arten von Goldschmuck, egal ob Ringe, Ketten, Armbänder, Ohrringe oder Broschen, fallen darunter. Wichtig ist hierbei, dass es nicht unbedingt nur die 14- oder 18-Karat-Stücke sind. Auch Schmuck mit geringerem Goldgehalt, wie zum Beispiel 8 Karat (333er Gold), wird als Altgold gehandelt. Manchmal sind diese Stücke auch mit Edelsteinen besetzt. Was mit den Steinen passiert, ist ein anderer Punkt, aber das Grundmaterial ist Altgold.
1.1.2. Münzen
Viele ältere oder auch neuere Goldmünzen, die nicht mehr als Sammlerstücke gehandelt werden, können ebenfalls als Altgold gelten. Hierbei ist die Prägung und der Zustand oft wichtiger für den Sammlerwert, aber der reine Goldwert ist entscheidend, wenn Sie sie als Altgold verkaufen. Bekannte Beispiele sind Krügerrands oder Vrenelis, die aber auch ihren Sammlerwert behalten können. Geht es rein um den Materialwert, wird der Goldpreis zugrunde gelegt.
1.1.3. Barren
Goldbarren, insbesondere ältere oder beschädigte, werden ebenfalls wie Altgold behandelt, wenn sie nicht mehr als Anlageobjekte in perfektem Zustand gehandelt werden. Der Wert eines Goldbarrens bemisst sich primär an seinem Gewicht und Feingoldgehalt.
1.1.4. Dentalgold
Tatsächlich lässt sich auch aus dem Mund Gold gewinnen. Zahnkronen, Brücken oder Inlays aus Goldlegierungen sind eine gängige Form von Altgold. Dieses Gold hat oft einen hohen Reinheitsgrad, da es für den Einsatz im Körper gedacht war und biokompatibel sein muss.
1.1.5. Industrielles Gold
In der Industrie wird Gold für verschiedene Zwecke verwendet, zum Beispiel in der Elektronik oder in der Medizintechnik. Ausgeschiedene Teile oder Produktionsreste können ebenfalls als Altgold verkauft werden. Dies ist vielleicht nicht die häufigste Form für den Privatverkäufer, aber es gehört zur Definition.
1.2. Der Wert des Goldes: Karat und Reinheit
Der Wert Ihres Altgolds hängt stark davon ab, wie viel reines Gold darin enthalten ist. Hier kommen die Karat-Angaben ins Spiel.
1.2.1. Was bedeutet Karat?
Karat ist eine Maßeinheit für die Reinheit von Gold. 24 Karat steht für reinstes Gold, also 24/24 Teile sind Gold. Da reines Gold sehr weich ist, wird es für Schmuck und andere Gegenstände meist mit anderen Metallen wie Kupfer, Silber oder Zink legiert, um es härter und widerstandsfähiger zu machen.
Hier eine grobe Übersicht der gängigsten Karat-Angaben und ihre Bedeutung:
- 24 Karat (999er Gold): Das ist Feingold. Sehr selten bei Schmuck, eher bei Barren und Münzen zu finden.
- 18 Karat (750er Gold): Besteht zu 75% aus reinem Gold. Dies ist eine häufige Reinheit für hochwertigen Schmuck.
- 14 Karat (585er Gold): Enthält 58,5% reines Gold. Ebenfalls sehr verbreitet im Schmuckbereich.
- 10 Karat (417er Gold): Hat einen Goldanteil von 41,7%. Wird manchmal in den USA verwendet, in Deutschland seltener.
- 8 Karat (333er Gold): Enthält 33,3% reines Gold. Diese Reinheit ist in Deutschland eher an der unteren Grenze dessen, was als Gold gilt.
Manchmal finden Sie auch eine dreistellige Zahl auf Ihrem Schmuckstück, z.B. „750“, „585“ oder „333“. Das ist die sogenannte „Punze“ oder der „Feingehaltsstempel“. Diese Zahl gibt den Goldanteil in Tausendstel an. Also 750 bedeutet 750 Teile von 1000 sind Gold, was wiederum 18 Karat entspricht.
1.2.2. Die Bedeutung der Legierungsmetalle
Die anderen Metalle in einer Legierung (das, was kein Gold ist) beeinflussen nicht nur die Härte und Farbe des Goldes, sondern können auch den Verkaufspreis beeinflussen, wenn der Händler den reinen Goldwert ermittelt. Bei sehr geringen Goldanteilen und vielen anderen Metallen kann der Materialwert geringer ausfallen als erwartet.
2. Wie finde ich den Wert meines Altgolds?
Bevor Sie Ihr Gold verkaufen, möchten Sie natürlich wissen, was es ungefähr wert ist. Das ist kein Hexenwerk, und Sie können ein paar Dinge tun, um sich vorzubereiten.
2.1. Gewicht ermitteln
Das Wichtigste zuerst: Sie brauchen eine Küchenwaage, die präzise genug ist, um das Gewicht Ihres Goldes zu ermitteln. Wiegen Sie jedes Teil einzeln, falls Sie es getrennt verkaufen möchten, oder sammeln Sie alles und wiegen Sie es zusammen. Denken Sie daran, Steine bei Schmuckstücken nach Möglichkeit nicht mitzuwiegen.
2.1.1. Die richtige Waage
Eine digitale Küchenwaage, die Gramm genau wiegt, ist meist ausreichend. Präzisionswaagen, die Milligramm messen können, sind zwar noch genauer, aber oft nicht notwendig für die grobe Schätzung des Altgoldwertes. Achten Sie darauf, dass die Waage kalibriert ist oder auf einer ebenen Fläche steht.
2.1.2. Steine abziehen
Bei Schmuckstücken mit Edelsteinen oder anderen Verzierungen kann es schwierig sein, das reine Goldgewicht zu ermitteln. Wenn die Steine leicht zu entfernen sind, versuchen Sie es. Ansonsten müssen Sie damit rechnen, dass der Händler das Gewicht einschließlich der Steine ermittelt und dann den Abzug für die Steine vornimmt. Das ist aber bei Edelsteinen oft nur ein kleiner Teil des Gesamtwertes. Bei günstigem Glas oder Plastik ist der Abzug deutlicher.
2.2. Goldpreis recherchieren
Der Preis für Gold schwankt täglich. Sie müssen den aktuellen Goldkurs kennen, um eine Vorstellung vom Wert Ihres Besitzes zu bekommen.
2.2.1. Echtzeit-Goldpreise
Viele Finanzportale und Edelmetallhändler veröffentlichen täglich den aktuellen Goldpreis. Suchen Sie online nach „Goldpreis pro Gramm“ oder „Goldkurs aktuell“. Achten Sie darauf, dass Sie den Preis für den Feingoldgehalt (z.B. 999er Gold) finden, da der Wert Ihres Altgolds dann entsprechend umgerechnet wird.
2.2.2. Differenzierung nach Reinheit
Der Goldpreis wird normalerweise für Feingold (24 Karat/999er) angegeben. Sie müssen dann den Preis für die Reinheit Ihres Altgolds berechnen. Wenn Ihr Schmuck z.B. 14 Karat (585er) ist, hat er nur einen Goldanteil von 58,5%. Das bedeutet, Sie müssen den Feingoldpreis mit diesem Faktor multiplizieren, um den ungefähren Wert Ihres Schmuckstücks zu ermitteln.
Beispiel: Wenn 1 Gramm Feingold 60 Euro kostet und Ihr Ring aus 10 Gramm 14 Karat Gold besteht:
- Goldwert pro Gramm Ihres Rings = 60 Euro * 0,585 (58,5%) = 35,10 Euro
- Gesamtwert Ihres Rings (rein Gold) = 10 Gramm * 35,10 Euro/Gramm = 351,00 Euro
Bedenken Sie, dass dies der reine Materialwert ist. Händler zahlen in der Regel einen Prozentsatz dieses Wertes.
2.3. Legierungsmetalle im Blick behalten
Manchmal sind die nicht-goldenen Bestandteile Ihrer Legierung auch wertvoll.
2.3.1. Seltene Legierungen
Bestimmte Legierungen, wie z.B. solche mit Platinanteilen oder Palladium, können den Wert beeinflussen. Das ist aber eher die Ausnahme bei gängigem Schmuck.
2.3.2. Der Wert der „Rest“-Metalle
Bei sehr niedrigkarätigem Gold (z.B. 333er) ist der Anteil der Legierungsmetalle höher. Diese Metalle haben selbst einen Wert, der aber meist deutlich unter dem von Gold liegt. Der Händler wird dies bei der Bewertung berücksichtigen.
3. Wo kann ich mein Altgold verkaufen?
Diese Frage ist entscheidend, denn nicht jeder Ankäufer ist gleich gut. Sie möchten einen fairen Preis und eine sichere Transaktion.
3.1. Fachgeschäfte für Edelmetalle
Das sind die Profis im Geschäft. Sie haben die Expertise und die Geräte, um Ihr Gold genau zu bewerten.
3.1.1. Lokale Juweliere und Goldschmiede
Viele Juweliere und Goldschmiede kaufen auch Altgold an. Sie sind oft eine vertrauenswürdige Anlaufstelle, da sie ein etabliertes Geschäft haben. Fragen Sie nach, ob sie Altgoldankauf anbieten, und informieren Sie sich über deren Bewertungsprozess. Oft können Sie hier auch direkt mit dem Inhaber sprechen, was für Transparenz sorgt.
3.1.2. Spezialisierte Ankäufer
Es gibt Geschäfte, die sich ausschließlich auf den An- und Verkauf von Edelmetallen spezialisiert haben. Diese haben oft sehr genaue Analysemethoden und kennen sich gut mit den verschiedenen Goldlegierungen aus.
3.2. Online-Ankäufer
Das Internet bietet viele Möglichkeiten, aber hier ist Vorsicht geboten.
3.2.1. Seriöse Online-Plattformen
Einige etablierte Online-Ankäufer bieten einen sicheren Versandweg und eine transparente Bewertung. Recherchieren Sie Bewertungen und Erfahrungsberichte, bevor Sie sich für eine Plattform entscheiden. Achten Sie auf die Versandkosten und -versicherung. Manche bieten auch kostenlose Rücksendungen an, falls Ihnen das Angebot nicht zusagt.
3.2.2. Vorsicht vor unseriösen Anbietern
Leider gibt es im Internet auch schwarze Schafe. Seien Sie skeptisch bei Angeboten, die zu gut klingen, um wahr zu sein, oder wenn die Transparenz fehlt. Vergleichen Sie immer mehrere Angebote, bevor Sie sich entscheiden.
3.3. Pfandhäuser
Eine weitere Option, aber oft nicht die profitabelste für reinen Goldverkauf.
3.3.1. Der Unterschied zum Verkauf
Pfandhäuser vergeben Kredite gegen Pfand. Wenn Sie Ihr Gold dort abgeben, können Sie es später gegen Zinsen und Gebühren zurückkaufen. Wenn Sie es nicht zurückkaufen, wird es verkauft. Der Fokus liegt hier eher auf dem Darlehensgeschäft.
3.3.2. Preisgestaltung bei Pfandhäusern
Die Preise, die Pfandhäuser für Altgold zahlen, sind oft niedriger als bei spezialisierten Ankäufern, da sie auch das Risiko des Nicht-Zurückkaufs einkalkulieren müssen. Wenn Sie wirklich nur verkaufen möchten, sind andere Wege meist besser.
4. Wie wird mein Altgold bewertet?
Der Wert Ihres Altgolds wird nicht geschätzt, sondern wissenschaftlich ermittelt. Die genauen Methoden können sich unterscheiden, aber das Grundprinzip ist dasselbe.
4.1. Wiegen und Analysieren
Das ist der erste und wichtigste Schritt. Ohne korrektes Gewicht und die Bestimmung des Goldgehalts geht nichts.
4.1.1. Präzisionswaagen
Wie bereits erwähnt, ist präzises Wiegen entscheidend. Die Händler verwenden geeichte Waagen, die oft auf ein Zehntel Gramm genau messen. Dies ist die Basis für die Berechnung des Wertes. Seien Sie sich bewusst, dass der Händler immer das Nettogewicht nach Abzug von Steinen oder anderen Verunreinigungen ermittelt.
4.1.2. Die wichtigsten Analysemethoden
- Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA): Dies ist eine weit verbreitete, zerstörungsfreie Methode. Ein Röntgengerät strahlt das Gold an und analysiert die zurückgestreute Strahlung. Anhand dieser Strahlung kann der Händler den genauen Anteil der verschiedenen Metalle in der Legierung bestimmen, also den Goldgehalt. Dies ist schnell und liefert genaue Ergebnisse, ohne das Gold zu beschädigen.
- Säureprobe: Bei dieser traditionellen Methode werden kleine Kratzer auf dem Goldstück gemacht und mit verschiedenen Säuren beträufelt. Jede Säure löst nur bestimmte Metalle. Ein erfahrener Goldschmied oder Ankäufer kann anhand der Reaktion der Säuren auf das Gold den ungefähren Feingehalt bestimmen. Diese Methode ist nicht ganz so präzise wie RFA und kann das Schmuckstück leicht beschädigen (minimale Kratzer), wird aber immer noch verwendet, oft als Ergänzung.
- Schmelzprobe: Dies ist die genaueste, aber auch zerstörerischste Methode. Ein kleines Stück des Goldes wird entnommen und eingeschmolzen, um seinen Feingehalt im Labor exakt zu bestimmen. Diese Methode wird meist nur bei sehr großen Mengen oder bei Unstimmigkeiten angewendet, da das Gold dabei unwiederbringlich verloren geht.
4.2. Abzüge und Gebühren
Seien Sie sich bewusst, dass der angezeigte Goldpreis selten der Preis ist, den Sie für Ihr Altgold bekommen. Es gibt immer Abzüge.
4.2.1. Materialwert vs. Ankaufspreis
Der Händler zahlt Ihnen nicht den vollen Materialwert des Goldes. Er muss auch seine Kosten decken (z.B. für das Personal, die Miete, die Analysegeräte, den Aufwand für die Einschmelzung und Weiterverarbeitung). Daher liegt der Ankaufspreis immer unter dem aktuellen Börsenkurs für Feingold. Ein typischer Abzug für den Händler kann zwischen 10% und 30% des reinen Materialwertes liegen, je nach Händler, Menge und Reinheit des Goldes.
4.2.2. Abzug für Edelsteine
Wenn Ihr Schmuck Steine enthält, werden diese vom Gewicht abgezogen, bevor der Goldwert berechnet wird. Da die meisten Steine keinen nennenswerten Wert für den Altgoldankäufer haben (besonders synthetische Steine), werden sie entweder als wertlos behandelt oder es wird ein kleiner Abzug dafür vorgenommen.
4.2.3. Bearbeitungsgebühren
Einige Händler erheben zusätzliche Gebühren für die Analyse oder die Abwicklung. Fragen Sie im Voraus genau nach, welche Kosten auf Sie zukommen könnten. Seriöse Händler kommunizieren diese Kosten offen.
5. Wie läuft der Verkaufsprozess ab?
Es ist gut zu wissen, was Sie erwartet, damit Sie keine unangenehmen Überraschungen erleben.
5.1. Vorbereitung und Annahme
Sie bringen Ihr Gold zum Händler oder schicken es ein. Was passiert dann?
5.1.1. Persönliche Abgabe
Sie gehen mit Ihrem Altgold zu einem Juwelier, Goldschmied oder einem spezialisierten Ankäufer. Dort wird Ihr Gold meist direkt vor Ihren Augen gewogen und analysiert. Das gibt Ihnen die Möglichkeit, den gesamten Prozess mitzuverfolgen und Fragen zu stellen.
5.1.2. Versandhandel
Wenn Sie sich für einen Online-Ankäufer entscheiden, erhalten Sie meist ein Versandkit oder eine Anleitung für den sicheren Versand. Ihr Gold wird dann an die Firma geschickt, dort analysiert und Ihnen ein Angebot unterbreitet. Lesen Sie hierbei genau die Bedingungen für den Versand und die Versicherung.
5.2. Angebot und Annahme
Nach der Bewertung wird Ihnen ein Preis vorgeschlagen. Was können Sie tun?
5.2.1. Verhandlung und Annahme des Angebots
Der Händler unterbreitet Ihnen ein schriftliches Angebot. Dieses basiert auf dem Gewicht, dem Feingehalt und dem aktuellen Goldpreis. Sie können dieses Angebot annehmen oder ablehnen. Wenn Sie damit zufrieden sind, wird der Kaufvertrag abgeschlossen und Ihnen das Geld ausgezahlt.
5.2.2. Ablehnung des Angebots
Wenn Ihnen das Angebot nicht zusagt, haben Sie das Recht, es abzulehnen. Bei persönlichen Abgaben erhalten Sie Ihr Gold in der Regel sofort zurück. Bei Versandhändlern müssen Sie die Rücksendebedingungen genau prüfen. Seriöse Anbieter schicken Ihr Gold kostenlos zurück, wenn Sie das Angebot ablehnen.
5.3. Auszahlung
Wie und wann bekommen Sie Ihr Geld?
5.3.1. Sofortige Barzahlung
Bei persönlichen Abgaben in einem Ladengeschäft ist oft eine sofortige Barzahlung möglich, besonders bei kleineren Beträgen. Dies ist die schnellste Form der Auszahlung.
5.3.2. Überweisung
Bei größeren Beträgen oder bei Online-Verkäufen erfolgt die Auszahlung meist per Banküberweisung. Dies kann ein bis zwei Werktage dauern, bis das Geld auf Ihrem Konto ist. Achten Sie darauf, dass Ihre Bankverbindung korrekt angegeben ist.
5.3.3. Scheck
Die Auszahlung per Scheck ist heute weniger üblich, aber bei manchen Händlern noch möglich. Beachten Sie, dass das Geld erst nach Einlösung des Schecks auf Ihrem Konto verfügbar ist.
6. Worauf sollte ich achten, um nicht übervorteilt zu werden?
Der Verkauf von Altgold kann lukrativ sein, aber es gibt ein paar Fallstricke. Hier sind die wichtigsten Dinge, auf die Sie achten sollten.
6.1. Vergleichen, vergleichen, vergleichen
Dies ist der wichtigste Ratschlag überhaupt.
6.1.1. Mehrere Angebote einholen
Rufen Sie nicht den erstbesten Ankäufer an, sondern holen Sie Angebote von mindestens drei verschiedenen Händlern ein. Vergleichen Sie nicht nur den Ankaufspreis pro Gramm, sondern achten Sie auf das Gesamtangebot nach Abzug aller Gebühren.
6.1.2. Online-Recherche und Bewertungen
Nutzen Sie das Internet, um sich über Ankäufer zu informieren. Lesen Sie Kundenbewertungen auf unabhängigen Plattformen. Achten Sie auf wiederkehrende Beschwerden oder Lob.
6.2. Transparenz und Aufklärung
Ein seriöser Händler erklärt Ihnen alles.
6.2.1. Offene Bewertung vor Ort
Bei der persönlichen Abgabe sollte die Bewertung Ihres Goldes möglichst transparent und idealerweise direkt vor Ihren Augen stattfinden. Wenn der Händler Ihr Gold mitnimmt, um es „irgendwo anders“ analysieren zu lassen, seien Sie skeptisch.
6.2.2. Klare Kommunikation über Gebühren und Abzüge
Seriöse Händler legen alle Kosten und Abzüge offen. Sie erklären Ihnen, wie sie zum Endpreis kommen und warum bestimmte Abzüge gemacht werden. Fragen Sie nach, wenn etwas unklar ist.
6.3. Der Vertrauensfaktor
Manchmal ist das Gefühl der Sicherheit wichtiger als der letzte Euro.
6.3.1. Bauchgefühl und Reputation
Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl. Wenn Ihnen ein Händler unseriös erscheint oder Sie sich unter Druck gesetzt fühlen, verzichten Sie lieber auf das Geschäft. Die Reputation eines Händlers ist viel wert. Ein Juwelier, der seit Jahrzehnten am Ort ist, hat oft einen guten Ruf zu verlieren.
6.3.2. Zertifikate und Garantien
Manche Händler bieten Zertifikate über die Analyse an oder geben Garantien auf ihre Preise. Das kann ein zusätzliches Zeichen von Seriosität sein.
Häufige Fragen
1. Was ist Altgold und wie wird es verkauft?
Altgold bezeichnet alten, nicht mehr genutzten Goldschmuck, Münzen oder andere Goldgegenstände. Es kann bei spezialisierten Goldankäufern, Juwelieren oder online verkauft werden.
2. Welche Arten von Altgold können verkauft werden?
Zu den typischen Arten von Altgold gehören Goldschmuck, Goldmünzen, Goldbarren, Golduhren und andere Goldgegenstände.
3. Wie wird der Wert von Altgold bestimmt?
Der Wert von Altgold wird anhand des Goldgehalts und des aktuellen Goldpreises bestimmt. Einige Faktoren wie der Zustand des Altgoldes und eventuelle zusätzliche Edelsteine können ebenfalls den Wert beeinflussen.
4. Welche Dokumente werden für den Verkauf von Altgold benötigt?
Für den Verkauf von Altgold ist in der Regel ein gültiger Personalausweis oder Reisepass erforderlich. Bei größeren Transaktionen kann auch eine Meldebescheinigung verlangt werden.
5. Welche Vorsichtsmaßnahmen sollten beim Verkauf von Altgold beachtet werden?
Bevor Altgold verkauft wird, ist es ratsam, den aktuellen Goldpreis zu recherchieren und mehrere Angebote von verschiedenen Ankäufern einzuholen. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass der Ankäufer seriös ist und transparente Bewertungsmethoden anwendet.


