The Royal Mint fasst Britannia-Goldbarren in Schmuck
Ein Anlagebarren als Schmuckstück: The Royal Mint setzt ihre 1-Gramm-Britannia-Barren in Siegelring und Anhänger. Was in den Stücken steckt und worauf es bei einer späteren Bewertung ankommt.

Gold zum Anlegen und Gold zum Tragen waren bisher zwei getrennte Welten. The Royal Mint bringt sie jetzt in einem Stück zusammen: Am 2. September 2026 hat das Haus die 886 by The Royal Mint Bullion Bar Collection vorgestellt. Zum ersten Mal verarbeitet The Royal Mint dafür ihre Britannia-Barren in Anlagequalität zu feinem Schmuck, und zwar im Format von einem Gramm. Die Kollektion besteht aus einem Siegelring und einem Anhänger mit Kette.
Zwei Geschäftsbereiche in einem Ring
Hinter der Kollektion stehen zwei Sparten des Hauses: das Geschäft mit Anlagebarren und die Schmuckmarke 886 by The Royal Mint. Das Unternehmen spricht von einer neuen Produktkategorie, die Edelmetall in Anlagequalität mit britischer Handwerkskunst verbindet. Dahinter steht die Strategie, das Edelmetallgeschäft auszubauen und dafür das Wissen aus Barrenfertigung, Schmuck, moderner Fertigung und Edelmetallrückgewinnung zu bündeln.
Gefertigt werden Ring und Anhänger am Produktionsstandort in Südwales. Die Handwerker dort haben Verfahren aus der Münzproduktion für den Schmuck angepasst, darunter Präzisionsguss und eine spezielle Oberflächenveredelung für Edelmetall. Die Gestaltung trägt die Handschrift von Dominic Jones, dem Creative Director von 886 by The Royal Mint. Das Britannia-Motiv auf dem Barren stammt von Jody Clark.

Feingold in der Mitte, zurückgewonnenes Gold drumherum
Im Zentrum jedes Stücks sitzt ein Britannia-Barren mit einem Gramm Gewicht und einem Feingehalt von 999,9. Die Fassung gibt es in zwei Ausführungen: in Sterlingsilber oder in 18 Karat Gelbgold. Das Gelbgold stammt aus Elektroschrott und wird in Reformation Metals zurückgewonnen, der Anlage der Royal Mint für die Rückgewinnung von Edelmetallen. Die Kollektion soll zeigen, wie solches Material in hochwertigen Produkten ankommt.
Sean Millard, Chief Growth Officer der Royal Mint, beschreibt die Stücke als Schmuck in Erbstückqualität, den man heute schätzt und über Generationen weitergibt. Er verweist auf die wachsende Nachfrage nach Produkten, bei denen Echtheit, Herkunft und beständiger Wert zählen.

Die Sicherheitsmerkmale bleiben erhalten
Ein Detail dürfte alle interessieren, die an Fälschungen denken: Die Barren in Ring und Anhänger behalten die Sicherheitsmerkmale, die die Royal Mint für ihre Anlageprodukte entwickelt hat. Genannt werden ein latentes Bild, eine Oberflächenanimation und Mikroschrift. Solche Merkmale ersetzen keine fachkundige Prüfung, sie geben aber einen ersten Anhaltspunkt. Welche Prüfverfahren es gibt und was sie leisten, erklärt unser Ratgeber Echtheit prüfen.
Was ein solches Stück später wert ist
Für eine spätere Bewertung lohnt es sich, Barren und Fassung getrennt zu betrachten. Der Barren lässt sich leicht rechnen: Ein Gramm mal 999,9 Tausendstel ergibt knapp ein Gramm Feingold, das Sie mit dem Tageskurs je Gramm multiplizieren. Wie das geht, zeigt unser Goldwert-Rechner. Bei der Fassung aus 18 Karat Gold, also 750 Tausendstel, hängt der Materialwert vom Gewicht ab, das die Royal Mint nicht angibt. Hier hilft nur die Waage.
Hinzu kommt der Markenwert. Ein Ankäufer, der nur nach Material bezahlt, rechnet ihn nicht mit. Wer ein Markenstück zum Wiederverkaufswert anbieten möchte, sollte Belege wie Rechnung und Verpackung aufheben. Welche Käufer welchen Wert bezahlen, lesen Sie im Ratgeber Schmuck verkaufen.

Erhältlich über 886 by The Royal Mint
Den Siegelring bietet die Royal Mint seit dem Start der Kollektion an, der Anhänger sollte kurz darauf folgen. Beide Stücke vertreibt die Schmuckmarke 886 by The Royal Mint, wahlweise mit Fassung aus Sterlingsilber oder aus 18 Karat Gelbgold. Der Barren im Zentrum ist in beiden Fällen derselbe: ein Gramm Feingold.


